Risiko für Unternehmen: Pensionszusagen und Lebensversicherung

Lebensversicherungen, die als Rückdeckungsversicherungen genutzt werden, können bei zu geringen Auszahlungen oder unvorhergesehenen Ereignissen nicht nur die wirtschaftliche Stabilität eines Unternehmens gefährden, sondern auch eine persönliche Haftung auslösen.

Risiko für Unternehmen: Pensionszusagen und Lebensversicherung

Lebensversicherungen, die als Rückdeckungsversicherungen genutzt werden, können bei zu geringen Auszahlungen oder unvorhergesehenen Ereignissen nicht nur die wirtschaftliche Stabilität eines Unternehmens gefährden, sondern auch eine persönliche Haftung auslösen.

Die Finanzjournalistin Carola Ferstl macht in diesem Video auf ein bisher häufig unterschätztes Risiko aufmerksam: Die Absicherung von Pensionszusagen durch Lebensversicherungen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Unternehmen, die Pensionsansprüche durch Lebensversicherungen abgesichert haben, drohen jetzt Schwierigkeiten.
  2. Es muss dringend durch Entscheider und Berater geprüft werden, ob die Lebensversicherung zuverlässig in kalkulierter Höhe auszahlen wird.
  3. Ein erneutes Bilanzsprungrisiko und die wirtschaftliche Instabilität können bei fehlender Aktivität im Raum stehen.
  4. Das StaRUG sieht für Entscheider und Berater im schlimmsten Fall eine persönliche Haftung vor.

Lebensversicherungen und Pensionszusagen – eine potenziell riskante Kombination

Zusätzliche Pensionszusagen sind insbesondere für Führungskräfte ein attraktives Argument, um sich für ein bestimmtes Unternehmen zu entscheiden. Diese finanziellen Anreize sind daher bei der Gewinnung von Spitzenpersonal besonders beliebt. Zumindest im Human Ressources Management, die Buchhaltung hat damit meist Bauchschmerzen.

Die Sorgen sind nicht unberechtigt, denn zusätzliche finanzielle Zusagen an das Personal bergen stets das Risiko eines Bilanzsprunges. Ein typisches Beispiel ist das Auflösungsrisiko. Verstirbt der Anspruchsberechtigte vorzeitig, müssten die Rückstellungen der Zusagen aufgelöst werden, sodass eine unerwartete steuerliche Belastung möglich ist.

Viele Unternehmen haben daher Wege gesucht, um diese Risiken auszulagern. Ein beliebtes Instrument ist der Abschluss von Rückdeckungsversicherungen.

Die Ansprüche der Angestellten werden dabei nicht durch interne Rückstellungen sichergestellt, sondern durch die zukünftigen Auszahlungen der jeweiligen Versicherung.

Folgen geringer Auszahlungen der Lebensversicherung können schwerwiegende Konsequenzen haben

Bei der Wahl des Produktes zur Rückdeckung fiel die Entscheidung nicht selten auf eine Lebensversicherung. Die allgemeine Annahme, dass es kaum ein Finanzprodukt mit geringerem Risiko gibt, machte auch vor den Verantwortlichen in Unternehmen nicht Halt.

Doch was ist, wenn die Lebensversicherung weniger auszahlt, als für die Ansprüche benötigt wird?

Tritt dieser Fall ein, ist der Wunsch nach Auslagerung der Bilanzsprungrisiken obsolet, denn das Unternehmen müsste selbst dafür sorgen, dass die fehlenden Mittel bereitgestellt werden.

Wird die Zuverlässigkeit der Auszahlungshöhe der Lebensversicherung nicht gründlich geprüft, kann dies im schlimmsten Fall mit der Insolvenz des Unternehmens enden. In der Regel fehlen zumindest finanzielle Mittel, die für andere Zwecke vorgesehen waren.

Schützen Sie sich selbst und Ihr Unternehmen jetzt

Diese Gefahr mag abstrakt erscheinen, doch für Entscheider und Berater in Unternehmen kann es ganz persönliche Konsequenzen auslösen.

Das reformierte StaRUG sieht schließlich vor, dass diese Personen finanzielle Risiken in Unternehmen prüfen, aufdecken und zeitnah beheben müssen.

Können Sie als Verantwortlicher beweisen, dass Sie diesen Anforderungen nachkommen? Wie sicher ist es, dass die Lebensversicherung wirklich die Summen auszahlt, die Ihr Unternehmen benötigen wird?

Wenn Sie durch die aufgeführten Informationen Zweifel an dem Finanzierungsmodell haben, sollten Sie nun alles daransetzen, Ihr Unternehmen, aber auch sich ganz persönlich abzusichern.

Prüfen Sie bitte zeitnah, ob die Rückdeckungsversicherung garantiert, dass die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Sollte dies im Falle einer Lebensversicherung nicht absolut sicher sein, können Sie den Vertrag unter Umständen abwickeln lassen und für mehr finanzielle Sicherheit sorgen.

Prüfen Sie diese Option gerne mit unserem kostenlosen Vertragsrechner.

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Häufige Fragen und Antworten

Was haben Lebensversicherungen mit Pensionszusagen zu tun?

Lebensversicherungen wurden häufig als Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen genutzt. Hierdurch sollte das Bilanzsprungrisiko der Unternehmen reduziert werden und es bot sich die Chance, zusätzliche Liquidität für das laufende Geschäft zu schaffen.

Was haben Lebensversicherungen mit Pensionszusagen zu tun?

Lebensversicherungen wurden häufig als Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen genutzt. Hierdurch sollte das Bilanzsprungrisiko der Unternehmen reduziert werden und es bot sich die Chance, zusätzliche Liquidität für das laufende Geschäft zu schaffen.

Wieso sind Lebensversicherungen als Rückdeckungsversicherung ein Risiko?

Sollte der Fall eintreten, dass die Lebensversicherung weniger auszahlt als für die Ansprüche benötigt wird, kehrt das Bilanzsprungrisiko umgehend zurück. Die Unternehmen müssten die fehlenden Mittel selbst aufbringen und tragen im schlimmsten Fall ein erhöhtes Insolvenzrisiko.

Wieso sind Lebensversicherungen als Rückdeckungsversicherung ein Risiko?

Sollte der Fall eintreten, dass die Lebensversicherung weniger auszahlt als für die Ansprüche benötigt wird, kehrt das Bilanzsprungrisiko umgehend zurück. Die Unternehmen müssten die fehlenden Mittel selbst aufbringen und tragen im schlimmsten Fall ein erhöhtes Insolvenzrisiko.

StaRUG: Wer haftet persönlich?

Eine persönliche Haftung ist bei einem nachweislichen Fehlverhalten denkbar für Geschäftsführer, Personen mit Entscheidungsfunktion, Steuerberatern oder anderen Beratern, die Einsicht in die finanziellen Risiken eines Unternehmens haben.

StaRUG: Wer haftet persönlich?

Eine persönliche Haftung ist bei einem nachweislichen Fehlverhalten denkbar für Geschäftsführer, Personen mit Entscheidungsfunktion, Steuerberatern oder anderen Beratern, die Einsicht in die finanziellen Risiken eines Unternehmens haben.

Finden Sie nähere Informationen zum Thema in unseren wissenswerten Beiträgen.

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