Agenda 2010 in der Kritik: Das ist für die Altersvorsorge zu beachten.

Anfang der 2000er Jahre war die Politik unter Zugzwang. Die Rentenbeiträge stiegen auf bis zu 20 Prozent des Bruttolohns und zugleich sanken die Einkünfte aus der gesetzlichen Rente. Kein Politiker konnte es seinen Wählerinnen und Wählern verkaufen, dass man für immer höhere Einzahlungen immer weniger Gegenleistung erhält. Die vermeintliche Lösung: Agenda 2010. Kritik ließ selbstverständlich nicht lange auf sich warten, doch ist sie berechtigt?

Agenda 2010 in der Kritik: Das ist für die Altersvorsorge zu beachten.

Anfang der 2000er Jahre war die Politik unter Zugzwang. Die Rentenbeiträge stiegen auf bis zu 20 Prozent des Bruttolohns und zugleich sanken die Einkünfte aus der gesetzlichen Rente. Kein Politiker konnte es seinen Wählerinnen und Wählern verkaufen, dass man für immer höhere Einzahlungen immer weniger Gegenleistung erhält. Die vermeintliche Lösung: Agenda 2010. Kritik ließ selbstverständlich nicht lange auf sich warten, doch ist sie berechtigt?

Versicherungsvorstand a. D. warnt: Sichern Sie Ihre Altersvorsorge jetzt ab.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Die privaten Rentenversicherungen sollten jedem die Chance bieten, die drohende Rentenlücke zu schließen.
  2. Die Riester- und die Rürup-Rente sind die bekanntesten Produkte, die im Zuge der Agenda 2010 entwickelt wurden.
  3. Bedeutende Versprechen, die gemacht wurden, sind staatliche Zuschüsse und steuerliche Vorteile.
  4. Für einen Großteil der Versicherten rechnen sich die Policen nicht.
  5. Einmal abgeschlossene Verträge führen bei Kündigung zu Verlusten. Mit einer Abwicklung der
  6. Verträge sichert man sich die Möglichkeit, alle Ansprüche durchzusetzen.

Agenda 2010 einfach erklärt:

Das Schicksal wollte es so, dass ausgerechnet eine Bundesregierung aus Sozialdemokraten und Grünen eine Reform entwickelte, die privaten Unternehmen eine der wichtigsten Staatsaufgaben zu einem großen Teil übertrug: Die finanzielle Absicherung im Alter.

Im Zuge eines größeren Maßnahmenpakets wurden die Riester- und die Rürup-Rente als private Vorsorgeprodukte entwickelt. Das Versprechen war sehr deutlich. Selbst mit geringen monatlichen Beiträgen sollten alle Bundesbürgerinnen und Bundesbürger in die Lage versetzt werden, eine drohende Rentenlücke zu schließen.

Es war Konsens, dass die gesetzliche Rente allein nicht mehr ausreichen kann, den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechtzuerhalten. Unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Zu wenige Einzahler finanzieren immer mehr Rentnerinnen und Rentner, die zudem länger leistungsberechtigt sind, weil das allgemeine Lebensalter steigt.

Es schien daher naheliegend, dass eine barrierefreie private Altersvorsorge einen günstigen Ausweg aus der Misere ermöglicht. Versprochen wurden Steuervorteile, direkte staatliche Förderung und ein unkomplizierter Zugang zu den Produkten.

Warum also steht die Agenda 2010 in der Kritik?

Agenda 2010: Die Nachteile sind deutlich.

Sobald die Schattenseite der Reformen beleuchtet wird, ergibt sich ein ganz anderes Bild, als von Politik und Medien gezeichnet wurde.

Für die Versicherungswirtschaft waren die neuen Produkte attraktiv, weil Kundinnen und Kunden verzweifelt nach einem Weg gesucht haben, ihre drohende Rentenlücke zu schließen.

Doch wer hat an die Versicherten gedacht?

Betrachtet man einige der deutlichsten Nachteile der Riester-Rente, erkennt man schnell, dass das Konzept Versicherungen mehr Vorteile bot als den Bürgerinnen und Bürgern, die sich Hilfe versprochen haben:

  • Beitragsgarantie versperrt den Weg für eine nötige Rendite.
  • Ansprüche aus Riester-Rente können nur unter Umständen vererbt werden.
  • Hohe Kosten minimieren die Erträge.
  • Auszahlungen werden versteuert.

Vorteil oder Nachteil? Die Beitragsgarantie.

Ähnlich wie bei Lebensversicherungen berührt die Riester-Rente einen sensiblen Lebensbereich. Es geht um nicht weniger als die Frage, ob man seinen Lebensstandard im Alter halten kann oder nicht.

Den Kundinnen und Kunden wurde deshalb garantiert, dass sie mit Beginn der Auszahlungsphase sowohl ihre Einzahlungen als auch die staatlichen Förderungen erhalten.

Dies wird jedoch nur möglich, wenn die Anbieter eine äußerst konservative Anlagestrategie verfolgen, die überdurchschnittliche Renditen fast unmöglich macht.

Versicherte fragen sich zurecht, wie beispielsweise die Folgen der Inflation auf diese Weise ausgeglichen werden sollen und was ihr Geld im Alter noch wert ist.

Riester vererben? Das ist nur selten möglich

Stirbt der Anspruchsberechtigte während der Auszahlungsphase, werden die Auszahlungen in der Regel sofort eingestellt. Gerade für Ehepartner ist das nicht selten ein Schock, schließlich ist die Ruhestandsplanung häufig ein partnerschaftliches Projekt.

Verhindern lässt sich der Stopp der Auszahlungen nur, wenn bei Vertragsabschluss eine Hinterbliebenenrente oder eine fest definierte Laufzeit der Auszahlungen vereinbart wurde.

Versicherte, die auch Ihre Ehepartner oder Kinder absichern wollten, sollten also dringend prüfen, ob solche Klauseln Teil des Vertrages sind.

Noch komplizierter wird es, wenn der oder die Versicherte in der Einzahlungsphase verstirbt. Denn dann kann die Police unter Umständen vererbt werden, man muss sich jedoch darauf einstellen, dass Förderungen oder Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen.

Private Rentenversicherung hat hohe Kosten.

Die meisten Versicherten gehen davon aus, dass ihre Beiträge in vollem Umfang für sie investiert werden. Nicht verwunderlich, denn die Versicherungen haben in ihrer Werbung nie offensiv darauf hingewiesen, dass sie ihre eigenen Kosten mit Kundengeldern begleichen.

So kann es schnell passieren, dass von den Einzahlungen in eine private Rentenversicherung gleich zu Beginn 10 bis 20 Prozent an Kosten des Anbieters abgezogen werden.

Im Zusammenspiel mit den geringen Renditen, die die Produkte erzielen, ist das eine äußerst ungünstige Kombination.

Auszahlungen der privaten Rente müssen versteuert werden.

Sowohl bei der Rürup- als auch bei der Riester-Rente wurde mit Möglichkeiten geworben, Steuern zu sparen. Dies trifft während der Einzahlungsphase zu, denn die Beiträge sind in einem gewissen Rahmen steuerlich absetzbar.

Was jedoch häufig nicht beachtet wurde: Die Auszahlungen gelten als zusätzliches Renteneinkommen und müssen versteuert werden.

Viele Kundinnen und Kunden der Versicherung haben dies bei der Kalkulation ihrer Einnahmen im Alter nicht berücksichtigt. Somit erwartet diese Menschen ein geringeres Einkommen als eingeplant wurde.

Auswirkungen der Agenda 2010 auf die Altersvorsorge.

Kurze Zeit nach Einführung der privaten Rentenversicherungsprodukte wurden diese kaum nachgefragt. Die Unsicherheit bei den möglichen Kundinnen und Kunden war zu groß und für die Anbieter lohnte es sich kaum, Anstrengungen zu investieren.

Zahlreiche gesetzliche Vorschriften zwangen die Versicherungsunternehmen in ein enges Korsett, sodass sie zwar Produkte gestalteten, den Vertrieb jedoch vernachlässigten.

Dies änderte sich erst, als die Politik erkannte, dass die Anbieter ihre Bemühungen nur dann verstärken, wenn sich ein attraktives Geschäftsmodell für sie ergibt.

Damit begann eine lukrative Phase für die Versicherungen, doch für die Kundinnen und Kunden wurden die Nachteile der Agenda 2010 immer größer.

Sie mussten erleben, dass Riester und Rürup stark beworben wurden und sie sich kaum dem Druck widersetzen konnten, einen Vertrag abzuschließen.

Die wohl wichtigste Auswirkung der Agenda 2010 auf die Altersvorsorge war perfekt: Der Staat gab eine seiner wichtigsten Aufgaben an die Privatwirtschaft ab und nahm die Bürgerinnen und Bürger in die Pflicht, selbst für einen sorgenfreien Ruhestand zu sorgen.

Mit diesen Folgen der Agenda 2010 haben die Versicherten noch heute zu kämpfen, denn nur zögerlich trat in das öffentliche Bewusstsein, dass Riester und Rürup in den meisten Fällen keine Lösung, sondern eher ein Problem sind.

Agenda 2010 Zusammenfassung: Bitte prüfen Sie jetzt diese Dinge.

Klar ist: Wer sich aufgrund der Berichterstattung, der Mahnung aus der Politik und der Versicherungsberatung nach der Agenda 2010 für eine private Rentenversicherung entschieden hat, sollte sich keine Vorwürfe machen.

Auch wenn die Verträge sich immer öfter als unrentabel erweisen, tragen hierfür nicht die Kundinnen und Kunden die Verantwortung.

Vielmehr haben diese Unterstützung verdient, um ihr eigentliches Ziel noch erreichen zu können: Einen Ruhestand zu verleben, ohne finanzielle Sorgen oder existenzbedrohende Rentenlücke.

Sollten Sie eine Police abgeschlossen und nun Sorge haben, dass Sie im Alter trotzdem zu geringe Einkünfte haben, raten wir Ihnen:

Nutzen Sie eine kostenlose und schnelle Vertragsprüfung für Agenda 2010 Produkte.
In unserem Vergleichsrechner für private Rentenversicherungen finden Sie in kürzester Zeit heraus, wie Sie das Beste aus den Policen machen können.

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Häufige Fragen und Antworten

Was ist die Agenda 2010?

Die Agenda 2010 ist ein Reformprojekt, das seit 2003 auf die problematischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland Antworten finden sollte.

Ein wesentlicher Bestandteil war die Reformierung der Altersvorsorge mit den privaten Rentenversicherungen Riester und Rürup.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben ihre Hoffnungen in diese Produkte und somit einen finanziell abgesicherten Ruhestand gesetzt.

Doch leider erweisen sich viele Policen als ungeeignet, um die erhofften Ziele zu erreichen.

Was ist die Agenda 2010?

Die Agenda 2010 ist ein Reformprojekt, das seit 2003 auf die problematischen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland Antworten finden sollte.

Ein wesentlicher Bestandteil war die Reformierung der Altersvorsorge mit den privaten Rentenversicherungen Riester und Rürup.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben ihre Hoffnungen in diese Produkte und somit einen finanziell abgesicherten Ruhestand gesetzt.

Doch leider erweisen sich viele Policen als ungeeignet, um die erhofften Ziele zu erreichen.

Welche Nachteile hat die Agenda 2010?

Für zukünftige Rentenempfänger besteht der größte Nachteil darin, dass sie wie empfohlen auf private Rentenversicherungen gesetzt haben. Viele der angebotenen Verträge liefern jedoch nicht die Rendite, die eingeplant wurde.

Sowohl Rürup als auch Riester sind daher häufig nicht in der Lage, einen abgesicherten Ruhestand zu gewährleisten. In vielen Fällen lohnt sich die Prüfung einer Abwicklung der Policen.

Welche Nachteile hat die Agenda 2010?

Für zukünftige Rentenempfänger besteht der größte Nachteil darin, dass sie wie empfohlen auf private Rentenversicherungen gesetzt haben. Viele der angebotenen Verträge liefern jedoch nicht die Rendite, die eingeplant wurde.

Sowohl Rürup als auch Riester sind daher häufig nicht in der Lage, einen abgesicherten Ruhestand zu gewährleisten. In vielen Fällen lohnt sich die Prüfung einer Abwicklung der Policen.

Kann ein Versicherungsvertrag in Zusammenhang mit der Agenda 2010 abgewickelt werden?

In vielen Fällen ist eine Abwicklung der Riester- oder Rürup-Verträge möglich. Im Gegensatz zur Kündigung oder zum Verkauf erhalten Sie so die Chance, nicht nur den Rückkaufswert erstattet zu bekommen, sondern alle Ansprüche gegenüber der Versicherung durchzusetzen.

Nutzen Sie für eine erste Einschätzung unseren kostenlosen Vertragsrechner oder wenden Sie sich über das Kontaktformular an unsere Abwicklungs-Experten.

Kann ein Versicherungsvertrag in Zusammenhang mit der Agenda 2010 abgewickelt werden?

In vielen Fällen ist eine Abwicklung der Riester- oder Rürup-Verträge möglich. Im Gegensatz zur Kündigung oder zum Verkauf erhalten Sie so die Chance, nicht nur den Rückkaufswert erstattet zu bekommen, sondern alle Ansprüche gegenüber der Versicherung durchzusetzen.

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Finden Sie nähere Informationen zum Thema in unseren wissenswerten Beiträgen.

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